Gewinner der 2. Staffel des Fotowettbewerbs "Narben der Erde"
1. Preis:
Ein Wochenende im Hotel Kloster Hornbach, in der Nähe von Zweibrücken im Wert von ca. 600 €
Gewonnen hat: Ulrich Iffland, Bad Berleburg
Assoziationen: Dieses Bild zeigt die am wenigsten fotografierteste Seite des Lower Antylope Canyon in Arizona. Dieser Slotcanyon begeistert mit seinen Sandsteinformationen Millionen Fotografen aus aller Welt. Diese wunderbare Narbenbildung der Erdoberfläche über diesem Slotcanyon wird kaum beachtet. Jeder möchte möglichst schnell in den Canyon, um die Lichtverhältnisse zu nutzen.
Ich finde aber, hier hat die Natur eine Formation an der Oberfläche gebildet, die ebenso faszinierend wie sehenswert ist.
Die Formation passt deshalb zum Thema besonders gut. Als Kind habe ich in den 50er Jahren mit schwerstverbrannten Kriegsopfern zu tun gehabt. Da damals die Wundversorgung und plastische Chirurgie noch nicht so fortgeschritten war, sahen viele der Narben, von Nahem betrachtet, diesem Bild sehr ähnlich.
2. Preis:
Eine Sony Cyber-shot DSC T30 Digitalkamera
Gewonnen hat: Michael Wellhausen, Hamburg
Assoziationen: Gleichmäßigkeit, Stille, Parallelität, Rhythmus, Vergänglichkeit, Gleiten, Schweben ...
3.–10. Preis:
Je ein „Haut-Verwöhn-Päckchen“ von Merz
Gewonnen haben:
Oliver Wering, Magdeburg
Assoziationen: Ich habe dieses Foto gewählt, weil es bildlich für das Altern steht. Es dauert Generationen, bis ein derart schöner "vernarbter" Wasserfall entsteht. An solchen Narben erkennt man, dass dieser Stein viele Geschichten erzählen kann. Wenn man einen Teil dieser Geschichten mit einem Foto einfangen kann, ist dies ein Foto wert.
Martin Braun, Stadecken-Elsheim
Assoziationen: Dieses Bild habe ich eingereicht, weil es für mich die "Narben der Erde" symbolisiert. Diese Narben enstanden in vielen Tausend Jahren durch Wind, Regen und Sand.
Corinna Vatter, Duisburg
Assoziationen: Wenn der Rhein Niedrigwasser hat, dann trocknet der Nebenarm Roos manchmal komplett aus. Je länger die Trockenheit anhält, umso größer die Risse. Und dann das Wunder Natur: Pilze, Flechten und Moose erobern das neue Terrain und ein ganz anderes aber ebenfalls wunderschönes Bild entsteht. Besondes faszinieren mich aber auch die tiefen, schwarzen Spalten – die Narben der Erde–, in deren tiefer Schwärze man kein Ende entdecken kann und die den Eindruck vermitteln, bis zum Mittelpunkt der Erde zu gehen.
Jürgen Abt, Bechhofen
Assoziationen: Wenn ich die Narben von Brandwunden mit den Waddis der Wüste vergleiche, finde ich folgende Parallelen:
Sei es die Hitze des Feuers, das seine Spuren auf der menschlichen Haut hinterlässt, oder die Hitze der Sonne die
sich tief in den Boden einbrennt. Beide hinterlassen optisch fast identische Strukturen.
So wie sich Säure in die Haut frisst, so ist es in der Wüste das Wasser, das die Oberfläche aufreißt und sich seinen Weg sucht.
Weder unsere Haut noch der Boden kann ohne Wasser leben. Wasser ist das Element, das den Menschen und auch unsere
Erde formt und erhält.
Detlef Schneider, Berlin
Assoziationen: Diese Eiche steht für mich als Symbol der Standhaftigkeit.
Irgendwann vor vielen Jahren hat ein Blitzschlag oder ein Brand den Baum fast zum Sterben gebracht, aber er hat überlebt; die Wunden sind vernarbt und im Inneren des Baumes wächst neues Leben.
Auch könnte man denken, die Wurzeln sind Teil des Baumes; sind seine Lebensadern.
Der Baum hat eine schwere Wunde überlebt, und es wird ihn wahrscheinlich noch geben, wenn ich schon zu Staub zerfallen bin.
Inge Kuss, Potsdam
Assoziationen: Meine Gedanken: Baum und Leben
Beim Inselspaziergang entdeckte ich dieses Motiv. Es stellt den vernarbten und geplatzten alten Baum - die Vergänglichkeit - dar. Und innerhalb des alten Baumes wächst schon wieder neues Leben.
Beide Bäume sind noch erdverbunden und trotzdem wird der alte Baum bald nur noch Erinnerung sein. Der junge Baum wird wachsen und später dann wird auch er wieder vergänglich sein. Das ist der Lauf der Natur und der Lauf des Lebens.
Für alles wird es einmal Abschied sein, für die Natur, für Mensch und Tier. Trotzdem gibt es Hoffnung, es entsteht immer wieder neues Leben.
Susanne Krofta Ahlen
Assoziationen: Außergewöhnliche Narbe einer Tomate der Sorte Old German.
Jedes Jahr baue ich um die 25 Sorten Tomaten an. Als ich diese Sorte Namens "Old German" aus Virginia(USA) erntete, erinnerten mich die Verwachsungen an einen Bauchnabel oder an eine Narbe, die noch zusammenwachsen muss. Bei dieser Tomatensorte gehören die Narben dazu, die aber nicht ihren vorzüglichen Geschmack beeinträchtigen. Wie im wahren Leben, zählt nur das Innere.
Gerhard Busch, Eningen
Assoziationen: Das Kalksteinplateau des Burren im Westen Irlands gelegen, ist für mich eine der faszinierendsten Gegenden Europas. Trotz der tiefen Risse, die von Gletschern, Wind und Regen hervorgerufen wurden, wachsen eine ganze Reihe seltener Pflanzen. Die anscheinend unwirtliche Gegend bekommt dadurch einen besonderen Reiz. Die Landschaft wirkt an manchen Stellen äußerst bizarr. Riesige Steine liegen scheinbar wie vom Himmel geworfen, auf den Rissen des Plateaus.
Für mich ist dieses Bild wie das Gesicht eines alten Menschen. Dort vom Leben gezeichnet und hier von der Natur geprägt.










