Merz Pharma: Narben der Erde - Fotowettbewerb

Gewinner der 1. Staffel des Fotowettbewerbs "Narben der Erde"

1. Preis:
Ein Wellness-Wochenende für zwei Personen in Bad Aachen im Wert von 600 €

Gewonnen hat: Susan Röseler, Köln

Lavagestein auf Galapagos Inseln

Assoziationen der Gewinnerin zu diesem Motiv: Als ich diese Lavaformation auf dem Boden der Galapagos Insel sah, dachte ich sofort an eine Narbe. Ein Riss in der Erde, aus dem eine Narbe geworden ist. Die seitlichen Linien erinnerten mich an Nähte, mit denen die Wunde zusammen genäht wurde. Die andere Farbigkeit der Narbe verstärkte die Assoziation.

Gleichzeitig empfand ich diese von mir entdeckte „Narbe“ als eine wunderbar individuell gestaltete Formation der Erde. Diese ungewöhnliche Form und Farbigkeit in der sonst schwarzen Lavawelt dieser Insel enthielt eine Schönheit, die mich an das Leben und die Kraft der Natur (- die aus totem schwarzen Gestein wieder Leben entstehen läßt) erinnerte.

Als ich dann von dem Wettbewerb „Narben der Erde“ las, kam mir sofort dieses Bild vor Augen - die schönste „Narbe“, die ich je fotografiert hatte.


2. Preis:
Eine Sony-Cybershot DSC-T9 Digitalkamera

Gewonnen hat: Gabi Reichert, Bubenheim

Tang unter Eis

Assoziationen der Gewinnerin zu diesem Motiv: Bei dem Bild dachte ich an trockene, aufgesprungene, schuppige (eher unreine) Haut. Und der dunkle Tang der unter dem Eis herausschaut hebt das Ganze dann hervor.



3.–12. Preis:
Je ein „Haut-Verwöhn-Päckchen“ von Merz

Gewonnen haben:


Ines Kiesslich, Schweitenkirchen

Kraterreihe, Island

Assoziationen: Die Kraterreihe Lakagigar war im Jahre 1783 Schauplatz einer der größten Naturkatastrophen seit Menschengedenken auf unserer Erde. Im sogenannten Spaltenland zwischen den Gletschern Mýrdalsjökull und Vatnajökull im Süden Islands öffnete sich eine 25 Kilometer lange Feuerspalte. Über 100 Krater förderten eine unvorstellbare Gesamtmasse von zirka 14 Milliarden Kubikmeter Lava zu Tage, schleuderten hunderte Meter hohe Lavafontänen in den Himmel. In den folgenden acht Monaten begruben die Lavaströme mehr als 300 Quadratkilometer Land unter sich, ein Großteil des Viehs und auch viele Menschen fielen der schlimmsten Hungersnot in der Geschichte Islands zum Opfer.

Sprachlos standen wir inmitten dieser Aneinanderreihung von Kraterkegeln, die selbst am Horizont kein Ende zu nehmen scheint. Hier müssen Naturgewalten geherrscht haben, die wir uns nur im Ansatz vorstellen können. Sie haben unserer Erde eine ihrer größten Narben zugefügt - man wird sie vermutlich noch in hunderten von Jahren sehen können. Nur langsam bildet sich eine Moosschicht, die mit Ihrem zarten Grün das Leben zurück in diese Landschaft bringt.

Aber diese Narbe hat auch ihr Gutes.

Sie hat uns so eindrucksvoll wie nichts zuvor verdeutlicht, wie glücklich wir uns schätzen dürfen, in unserem Leben bisher keine Erfahrungen gemacht zu haben, die solche gravierenden Narben hinterlassen haben – sei es körperlicher oder seelischer Art. Auch wenn es nicht immer möglich ist, wollen wir mit aller Kraft versuchen unsere Umwelt, die Menschen um uns herum und letztlich auch uns selbst vor vermeidbarem Leid zu bewahren. Denn es ist kaum zu glauben, wie wenig es manchmal braucht, um tiefe Wunden entstehen zu lassen.

Und nicht jede Wunde kann wieder vollends heilen.
Manchmal bleiben Narben – aber sie sind Spuren eines bewegten Lebens.


Hubert Flohrschütz, Niederneisen

Bau eines Sportplatzes

Assoziationen: Ich hatte das Bild „Bau eines Sportplatzes“ bei einem Hubschrauberrundflug aufgenommen. Ich fand die Form die der Bau hatte recht interessant. Das Bild habe ich ausgewählt, weil es mich an eine hypertrophe Narbe erinnert. Ehemals eine schöne Wiese, wird „zerstört“, man sieht eine Narbe, die später wieder schön verheilt.


Daniel Neumann, Karben

Mit Narben leben

Assoziationen: Narben entstehen meist durch Verletzungen und Operationen. In der Natur ist dies ein wenig anders. „Wirkliche“ Narben entstehen meiner Meinung nach durch den Einfluss des Menschen. Da die Natur den Menschen nicht benötigt, um zu existieren, sondern die Abhängigkeit eher in der Kontroverse liegt, versucht sie, alles was der Mensch ihr abgerungen hat, wieder zurück zu erobern. Dieses Phänomen, wie es der Natur schon seit Jahrtausenden immer und immer wieder gelingt, hat mich schon immer fasziniert. Da ich gern und oft fotografiere, mit Schwerpunkt Naturfotografie, halte ich solche Situationen gern in einem Foto fest. Als ich dann im Internet von dem Fotowettbewerb „Narben der Erde“ gelesen hatte, fand ich dieses Foto passend. Da ich die Erde mit Natur und Umwelt assoziiere, ist die Narbe eines Baumes auch die Narbe der Erde.


Martina Leymann, Köln

Horseshoe Bent, USA

Assoziationen: mich hat die zerklüftete Felslandschaft dazu bewegt dieses Bild zum Thema „Narben der Erde“ einzureichen. Sieht man die Erde als Haut, so gibt es eine Menge Parallelen. Die menschliche Haut hat Erhebungen, Poren, Narben... genau wie die Oberfläche der Erde. Dieses Bild zeigt 2  „Narben-Arten“... der Flusslauf, der sich im Laufe der Zeit seinen Weg durch die Erdoberfläche gebahnt hat und eine bleibende tiefe Spur hinterlassen hat sowie die Felsspalten, die die Berghänge durchsetzen.


Gabi Lange, Salzhausen

Riss im Baum

Assoziationen: Dieser Baum steht an einen Flusslauf in der Lüneburger Heide und war wie geschaffen für dieses Thema.
Diese Narbe ist durch Umwelteinflüsse entstanden.


Anja Heidsieck, Bielefeld

Flug über Gebirgslandschaft

Assoziationen: Ein Flug über endlose, öde Landschaften. Dann auf einmal fällt der Blick auf Verwerfungen, Risse, Berge, Täler. Ich war fasziniert von dieser zerklüfeten Region über Pakistan oder Afghanistan, genau weiß ich es nicht. Rau, kantig und unwirklich, doch zugleich von einer atemberaubenden Schönheit. Erst als Gesamtes ergab sich eine Harmonie, es gehört dorhin und prägt die Individualität der Natur. Wie bei Narben. Einzeln gesehen nicht immer schön, aber im Gesamtbild einfach dazugehörend, eine Person ausmachend.


Gabriela Ürlings, Köln

Zierkohl mit Narbe1

Assoziationen: Ich habe das Bild im Botanischen Garten in Bonn aufgenommen. Mich faszinierte diese einmalige Struktur bei einem Zierkohl – die ich vorher so noch nie gesehen hatte – schon beim ersten Anblick sehr. Anfangs erinnerte sie mich an vieles. Einen Fluss, eine Schlange, eine Raupe, aber auch an eine tiefe Narbe. Als ich vom Wettbewerb las war mir sofort klar, das ich mit diesem Bild teilnehmen wollte.


Helga Duwendag-Strecker, Osnabrück

Narben im Herzen

Assoziationen: Als Hobbyfotografin bin ich auf der Suche nach besonderen Steinen. Am Strand in der Bretagne fand und fotografierte ich dieses Herz aus Stein.
Meiner Freundin, die ihren Sohn verloren hat, habe ich dieses Herz geschenkt und damit ausgedrückt, daß die Wunden im Herzen, durch den Verlust eines Kindes entstanden, immer schmerzen werden.


Edith Pieta, Wiesbaden

Grand Staircase, Arizona

Assoziationen: In Verbindung mit dem Fotowettbewerb hat mich die Struktur der Sandsteine in Verbindung mit dem vorhandenen Licht veranlaßt, dieses Foto einzusenden. Die Naturelemete Wasser/Regenund Wind haben in Millionen von Jahren den zu Sandstein gepressenten Sand ( früher Meeresboden) freigelegt bzw. so wie auf dem Bild geformt.


Alexandra Knuth, Berlin

Vernarbter Felsen der Moeraki Boulders, Neuseeland

Assoziationen: Dieses Bild entstand in Neuseeland, wo die Moeraki Boulders auf Grund ihrer außergewöhnlichen Formen und Strukturen eine Attraktion darstellen. Diese Felsen erinnern an durch Naturgewalt aufgeplatzte Kugeln. Diese "Platzwunden" werden nie wieder heilen - sind somit Narben der Natur.


Informationen zu Narben und ihrer Behandlung


Quelle: Merz Pharma [Stand: 11.03.2010, 09:57 Uhr]
Online im Internet; URL: http://www.narben-der-erde.de/die-gewinner/index.php
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